Die Gelenke deines Hundes sind echte Alleskönner. Sie sind es schließlich, die jede Bewegung möglich machen, angefangen beim ausgelassenen Toben über lange Spaziergänge bis hin zum freudigen Schwanzwedeln. Damit dein Vierbeiner schmerzfrei durchs Leben gehen, ist es besonders wichtig, Hundegelenke zu stärken. Das ist wiederum nur möglich, wenn starke Knochen, gesunde Gelenken und funktionierende Muskeln zusammenspielen.
Vor allem bei größeren Fellnasen zeigt sich, wie sehr bereits kleine Störungen in dem komplexen System an Muskeln, Knochen, Gelenken und Sehnen zu Problemen führen können. Rasches Wachstum, Gewicht oder Überforderung führen nicht selten dazu, dass vor allem große Hunderassen wie Labradore und Neufundländer häufig mit Beschwerden am Bewegungsapparat zu tun haben.
Wie du Gelenkprobleme erkennst, welche typischen Gelenkserkrankungen es gibt und wie du diese präventiv vermeiden kannst, erfährst du in diesem Beitrag.
So erkennst du mögliche Gelenkschmerzen und kannst gezielt die Hundegelenke stärken
Hunde gehören zu echten Meistern darin, Beschwerden zu verbergen. Oft bleibt uns als Hundebesitzer lange Zeit verborgen, wie viel sie und ihre Gelenke eigentlich jeden Tag aushalten. Trotzdem gibt es einige typische Anzeichen, die dir zeigen, dass im Bewegungsapparat etwas nicht stimmt.
Dazu gehören:
- Geht nach Bewegung oder Ruhepausen steif und ungelenk.
- Setzt beim Laufen sichtbar einen Fuß aus oder lahmt.
- Kommt nach dem Liegen nur schwer wieder hoch.
- Vermeidet Sprünge aufs Sofa oder Bett und das Treppensteigen.
- Zeigt bei Spaziergängen weniger Freude und läuft nicht mehr wie gewohnt.
- Vernachlässigt die Fellpflege an schwer erreichbaren Körperstellen.
- Zuckt beim Berühren empfindlicher Regionen zusammen oder zieht sich zurück.
- Verliert die Motivation für gemeinsame Unternehmungen und meidet Nähe.
- Frisst auffällig wenig oder verweigert das Futter.
- Belastet die betroffenen Beine nur vorsichtig oder gar nicht.
- Leckt, kaut oder beißt vermehrt an den schmerzhaften Gelenken.
- Zeigt Verdickungen, Wärme oder Rötungen an den Gelenken.
- Wirkt insgesamt unruhig oder ungewöhnlich teilnahmslos.
- Entwickelt Fieber oder macht einen abgeschlagenen Eindruck.
Nicht nur äußere Verletzungen wie Knochenbrüche, Muskelzerrungen oder Bänderdehnungen führen zu solchen Warnsignalen. Auch häufige Gelenkerkrankungen, darunter Arthrose, Ellenbogendysplasie oder Hüftgelenksdysplasie, können die Ursache sein.

Typische Gelenkerkrankungen bei Hunden
Hast du einen oder mehrere der oben genannten Symptome bei deiner Fellnase bemerkt, solltest du nicht zögern und sie tierärztlich abklären lassen. Um das Risiko von Gelenkserkrankungen, wie diese, die wir dir uns nachfolgend gemeinsam anschauen, zu reduzieren, lohnt es sich besonders, Hundegelenke natürlich zu stärken. Wie das am besten gelingt, zeigen wir dir im Anschluss.
Schulter: Wachstumsprobleme und Verletzungen
In der Schulter deines Hundes können vor allem im jungen Alter häufig sogenannte Entwicklungsstörungen auftreten. Ein Klassiker ist die Osteochondritis dissecans (OCD). Hierbei reift der Knorpel nicht wie vorgesehen, wodurch sich schmerzhafte Entzündungen im Schultergelenk bilden. Besonders schnell wachsende Fellnasen großer Rassen sind betroffen. Die Gefahr lässt sich mindern, indem du von Beginn an damit anfängst, die Hundegelenke insgesamt zu stärken.
Kommt es hingegen zu einer Verrenkung (Luxation), liegen meist äußere Einwirkungen, etwa Stöße oder Unfälle, zugrunde. Die Folge sind Instabilität, plötzliche Lahmheit und nachhaltige Bewegungseinschränkung.
Ellenbogen: Von der Fehlbildung bis zum Verschleiß
Nicht selten gerät beim Hund der Ellenbogen aus dem Gleichgewicht. Häufig steckt die sogenannte Ellbogendysplasie dahinter. Die beteiligten Knochen sind von Geburt an nicht optimal aufeinander abgestimmt, was die Entstehung von schmerzhafter Arthritis fördert. Vor allem große, kräftige Hunderassen wie Labradore und Schäferhunde bleiben hiervon oft leider nicht verschont. Zudem verschleißt bei manchen Fellnasen mit dem Alter der Knorpel, was klassische Arthritisbeschwerden und eingeschränkte Beweglichkeit zur Folge hat. Auch hier ist es ein probates Mittel, die Hundegelenke gezielt zu stärken.
Handgelenk: Überdehnung nach Belastung
Die Handgelenke (Karpalgelenke) deines sehr aktiven Hundes sind prädestiniert für eine Überdehnungen. Kommt es zu einer sogenannten karpalen Hyperextension, wurden die Bänder, etwa durch eine ungünstige Landung nach einem Sprung oder plötzliche Überlastung über das normale Maß hinaus, beansprucht. Das Resultat: Schmerzen, Instabilität im Pfotengelenk und eine sichtbare Erschwernis beim Laufen.
Hüfte: Dysplasie als Klassiker
Im Bereich der Hüfte ist die gefürchtete Hüftdysplasie weit verbreitet. Die Ursache liegt in einer fehlerhaft geformten Hüftpfanne, die den Oberschenkelkopf nicht wie vorgesehen umfasst. Dadurch entstehen Instabilität, zunehmende Bewegungsschmerzen und wachsende Einschränkungen im Alltag. Betroffene Hunde entwickeln häufig im Laufe ihres Lebens Arthrose, der du mit einer umfassenden Stärkung der Hundegelenke beikommen kannst.
Knie: Das Kreuzband als Schwachpunkt
Das Knie stellt eine besonders anfällige Region für Bewegungsproblematiken dar. Hier reißt bei vielen bewegungsfreudigen Hunden das vordere Kreuzband (Cranial Cruciate Ligament, CCL) ganz oder teilweise. Durch den Bänderriss verliert das Knie die nötige Stabilität, was akute Schmerzen, deutliche Lahmheit und langfristig auch Arthrose mit sich bringt. Besonders sportliche oder schwere Hunde erwischt es häufiger.
Sprunggelenk: Laufen am Limit
In den unteren Gliedmaßen ist es das Sprunggelenk, das bei rasanten Läufen oder Sprüngen einen Großteil der Stoßkräfte abpuffert. Kommt es zu einer Verrenkung oder Verstauchung, kann dein Hund die Pfote kaum noch belasten. Die Mobilität ist schmerzhaft eingeschränkt, häufig gesellt sich eine Schwellung hinzu.
Weitere mögliche Ursachen für Gelenkprobleme
Viele chronische oder akute Gelenkbeschwerden entwickelt die Fellnase auch in Folge anderer Ursachen. Übergewicht zum Beispiel verstärkt jegliche Belastung auf die ohnehin strapazierten Gelenke deutlich. Eine Osteochondrose kann auch Hüfte, Knie, Ellenbogen oder Sprunggelenke betreffen und altersbedingte Verschleißprozesse wie Arthrose treten nicht nur in einzelnen, sondern oft in mehreren Gelenken auf.

Wie werden Gelenkschmerzen beim Hund behandelt?
Die Therapie von Gelenksbeschwerden und -schmerzen richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache. Leidet dein Hund an Arthrose, der wohl häufigsten Gelenkerkrankung bei älteren Hunden, heißt das vor allem, dass der Alltag angepasst werden muss. Neben dem Gewicht spielen Belastung, Bewegungseinheiten und mögliche Nährstoffdefizite eine wesentliche Rolle. Insbesondere dann musst du die Hundegelenke zusätzlich stärken. Ein kritischer Blick auf die Fütterung ist jetzt ebenso wichtig wie das Vermeiden von Übergewicht und zu fordernden Aktivitäten.
Tierärzte greifen bei starken Beschwerden häufig auf schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente zurück. Die eingesetzten Mittel verschaffen schnelle Erleichterung, können aber die eigentliche Ursache des Problems nicht beheben. Dazu kommt: Wird der Schmerz konsequent ausgeschaltet, überlastet sich dein Hund leicht, weil Warnsignale ausbleiben und weitere Schäden die Folge sein können. Zudem belasten manche Schmerz- und Entzündungshemmer auf Dauer die empfindlichen Schleimhäute von Magen und Darm. In diesen Fällen werden häufig noch zusätzliche Magenschutzpräparate eingesetzt, was die Medikamentenliste rasch länger werden lässt.
Die therapeutischen Möglichkeiten bei Gelenkschmerzen im Einzelnen:
- Schmerzstillende Medikamente zur akuten Linderung von Beschwerden
- Massagen und gezielte Bewegungstherapien zur Entlastung und Stärkung des Bewegungsapparates
- Physiotherapie
- Chirurgische Eingriffe bei Arthrose oder anderen degenerativen Gelenkerkrankungen
- Operative Korrektur bei Patellaluxation, abhängig vom Schweregrad der Instabilität
Dein Ziel sollte immer sein, Gelenke langfristig zu entlasten, Schmerzen sanft zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und deinem Seelenbegleiter einen beschwerdefreien Alltag zu ermöglichen. Jede Änderung solltest du am besten mit dem betreuenden Tierarzt absprechen. So findet ihr gemeinsam die passende Strategie für die besonderen Bedürfnisse deines Vierbeiners.

Wie du die Hundegelenke mit Hausmitteln stärken kannst
Hundegelenke lassen sich auf natürlichem Wege stärken. Dazu zeigen einige bewährte Hausmittel eine gute Wirkung. Welche das sind, haben wir für dich einmal nachfolgend zusammengefasst.
Glucosamin
Der körpereigene Bauteil des Knorpels wird häufig als Futterergänzung für Hunde eingesetzt. Vor allem Tierfreunde schwören darauf, weil Glucosamin zur Knorpelbildung beiträgt und dafür sorgt, dass die Gelenkflächen gleitfähig bleiben. Ursprünglich findet es sich häufig in den Schalen von Krabben, Garnelen oder Muscheln.
Chondroitin
Ein weiteres beliebtes Hausmittel ist Chondroitin. Es stammt aus tierischen Knorpelstrukturen und kommt oft zusammen mit Glucosamin zum Einsatz. Dem Chondroitin wird nachgesagt, dass es den Knorpel flexibel hält und dessen Abbau verlangsamen kann. Besonders bei älteren Hunden, deren Gelenkknorpel bereits erste Verschleißerscheinungen zeigen.
Omega-3-Fettsäuren
Öle aus Fisch, Algen oder Leinsamen landen häufig im Napf, wenn die Hundegelenke gestärkt werden sollen. Omega-3-Fettsäuren punkten durch ihre natürliche entzündungshemmende Wirkung. Werden sie regelmäßig gefüttert, können sie helfen, Entzündungen in den Gelenken zu mildern und die allgemeine Beweglichkeit zu fördern.
MSM (Methylsulfonylmethan)
MSM bezeichnet eine Schwefelverbindung, die natürlicherweise in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Sie wird gerne genutzt, um die Produktion von Kollagen im Bewegungsapparat zu unterstützen. Wer MSM zufüttert, erhofft sich eine bessere Flexibilität der Gelenke und eine verbesserte Regeneration nach Belastungen.
Kurkuma
Die bekannte Gelbwurz ist ein echter Klassiker unter den natürlichen Entzündungshemmern. Kurkuma enthält das aktive Curcumin, welches Entzündungsprozessen entgegenwirken kann. Deshalb greifen Menschen, und zunehmend auch Hundehalter, auf Kurkumapulver oder -kapseln zurück, besonders bei ersten Anzeichen von Gelenkbeschwerden oder im Rahmen der allgemeinen Prävention zur Störung der Hundegelenke.
Grünlippmuschel-Extrakt
Besonders bewährt hat sich die Grünlippmuschel aus Neuseeland. Ihr Extrakt punktet mit einer einzigartigen Kombination aus Glykosaminoglykanen und natürlichen Omega-3-Fettsäuren. Diese Nährstoffe sind dafür bekannt, die Beweglichkeit auf natürliche Weise zu unterstützen und die Freude an Aktivität zu steigern.
Willst du deine Fellnase gezielt und ganzheitlich fördern, ist IN MOTION 365, unser hochwertiges Ergänzungsfuttermittel speziell für die Mobilität im Alltag, genau die richtige Wahl für deinen Vierbeiner. Die feine Komposition aus Grünlippmuschel, Weidenrinde und Teufelskralle sowie essenziellen Nährstoffen wie Vitamin C, Vitamin E und L-Carnitin unterstützt den Bewegungsapparat umfänglich und ist in der Lage, die Hundegelenke gezielt zu stärken.
Damit bekommt dein Vierbeiner wichtige Bausteine für Knorpel, Sehnen und Bänder, bleibt länger vital, aktiv und lebensfroh. Egal ob beim Spaziergang, im Hundesport oder beim ausgelassenen Spielen, IN MOTION 365 ist für alle Hunde, die in Bewegung sind, eine wesentliche Unterstützung.
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Probiotika für Hunde – das solltest du wissen!
Ernährung für ältere Hunde – so bleibt dein Hund fit!
Futtermittelunverträglichkeiten beim Hund
Nahrungsergänzungsmittel für Welpen
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